zurück

Zurück zu mir

Ein bisschen ist es jetzt schon her, dass ich hier einen neuen Artikel veröffentlicht habe. 

Ich hatte einfach nicht das Bedürfnis zu schreiben. Schreiben ist für mich eine Art Therapie und als ich früher nicht über meine Probleme geredet habe, da blieb mir als Ausweg immer das Schreiben. Dadurch konnte ich meinen Gefühlen und Gedanken Ausdruck verleihen und ihnen Raum geben. Danach ging es mir gleich ein Stück besser.

So hatte ich in den letzten Wochen kaum Lust zu schreiben, weil ich auch mit anderen Dingen beschäftigt war. Ich habe wieder Klarheit erlangt über das, was ich wirklich will im Leben und was nicht. Viel zu lange bin ich etwas hinterher gejagt, was nicht meins ist und auch nicht zu mir passt. Letztendlich habe ich sehr viel darin investiert und es hat mich wieder zu mir, zu meinen Wünschen und meinem Herzen zurück geführt.

Es ist dadurch keine verlorene Zeit, so sehe ich es eher als eine Investition in die Person, die ich dadurch geworden bin. Stärker, klarer und mit mehr Entschlossenheit, worüber ich sehr froh bin.

Innerhalb von kurzer Zeit habe ich den Entschluss gefasst wieder nach Hamburg zu gehen und daraufhin eine Zusage für ein Zimmer bekommen. Dafür bin ich sehr dankbar, weil ich da ganz andere zeitliche Dimensionen kenne, die sich über gefühlte Ewigkeiten hinaus strecken, im Bezug auf eine neue Bleibe.

Schon als ich die letzten male wieder in Hamburg war, habe ich nochmal so richtig zu spüren bekommen, wie sehr ich mich dort wohl fühle. Gepaart natürlich mit dem Schauspiel ist es für mich der schönste, neue Wiedereinstieg. Ich habe wieder neuen Mut gefasst und hatte diese Auszeit auch bitter nötig, um mir selbst zu zeigen, was mir eigentlich fehlt und wo ich hin will. – Naja, die ein oder andere kleine und große Krise gehört ja nunmal zum Leben dazu. 

Und gerade dadurch, werden wir nochmal so richtig geweckt, was uns das Leben eigentlich schenken will. Nämlich immer nur das Beste.

Mit den Depressionen läuft es auch wieder richtig gut, also, dass ich im Moment keine weitere Phase habe. Ich dachte darüber nach, als es mir wieder besser ging, was genau mir hilft und was ich aktiv tun kann, um dem ganzen vorzubeugen. Auf jeden Fall gesündere Ernährung. Ketogen hat mir letztes Jahr richtig gut getan. Meine Stimmung war super, ich hatte viel mehr Energie und einen krassen Bewegungsdrang. So eng will ich das alles gar nicht sehen. Aber eine hauptsächlich gesunde Ernährung und Bewegung ist einfach ein Grundstein, für eine gesunde Psyche.

Gedacht getan, habe ich meine Ernährung komplett umgestellt, mit kleinen Ausnahmen, die ich genieße. Zusammen mit intermittierenden Fasten und morgendlichen Sporteinheiten läufts richtig gut. Seit Beginn ist meine Stimmung viel besser, was sich auch in meinen zwischenmenschlichen Beziehungen auswirkt, da ich viel aktiver auf Menschen zu gehe und mich nicht wie ein Einsiedlerkrebs zurück ziehe.

Ab und zu schreibe ich darüber, wie es mir geht, wie es sich anfühlt und was sich verändert hat. Ich möchte damit ein positives Gefühl verbinden und gleichzeitig ein negatives Gefühl mit ungesunder Ernährung, wenig Bewegung und alles mit mir alleine ausmachen. Dass es mir schlecht geht, wenn ich Chips und Schokolade in mich reinstopfe und ich mir dadurch keine Liebe schenke, die mir in diesem Moment fehlt. Und wie sehr ich mir Selbstliebe gebe, wenn ich meinem Körper mit gesundem Essen und regelmäßiger Forderung ein riesiges Geschenk mache. 

Alles Übungssache und so habe ich schon unendliche Versuche gestartet, bin jedesmal wieder zurück gefallen, in alte Muster und alles wieder von vorne. Irgendwann macht es aber „Klick“ und der Aufwärtstrend bewegt sich weiter nach vorne. Klarheit schaffen, sich immer wieder neu aufraffen. Dinge tun, die dir gut tun, auch wenn du mal kein Bock auf Sport hast, es trotzdem zu tun und das Gefühl ist unbeschreiblich, deinen Kopf besiegt zu haben.

Mittlerweile ist auch das Meditieren wieder in meinen Tag eingezogen. Meistens morgens, aber auch zwischendurch, wenn ich es brauche. Dadurch kehrt einfach viel mehr Ruhe und Gelassenheit in mir ein, bzw. in meinem Gedankenchaos. Ich kann auch in Situationen, wo es mir schlechter geht, meine Gedanken mit Abstand betrachten und fühle mich dem nicht mehr hilflos ausgeliefert.

Dadurch, dass ich ins Beobachten meiner Gedanken gehe, kann ich wieder aktiv entscheiden und in Bewegung kommen. Dinge tun, wie spazieren oder mich bei einer Freundin melden. Dinge, die eigentlich einfach sind, aber für mich manchmal eine unüberwindbare Hürde darstellten. Das tut echt gut, zu wissen, ich habe es selbst in der Hand und muss mich nicht dem Bullshit Gelaber meines Gehirns hingeben. – Alles Übungssache eben.

Das habe ich auch meinem Umfeld zu verdanken. Freunde, die mich unterstützen, mit denen ich offen über alles reden kann und von denen ich eine Menge lernen darf. Einfach Menschen, mit denen ich gemeinsam in eine geile Zukunft schaue und sie dann selbst kreiere.

Alleine, kommst du nicht weit im Leben. Das was ich oft dachte, durch alte Glaubenssätze, ich kann mich auf niemanden verlassen oder vertrauen, die ich aus meiner Kindheit, die ganze Zeit mitschleppte, baute ich ein tückisches Konstrukt in meinem Kopf auf. 

So einfach ist das natürlich nicht alles negative abzulegen, aber sich darüber bewusst werden, was einen zurück hält, ist schon mal der erste Schritt, in ein besseres Leben. Sich und seine Gedanken zu hinterfragen, stimmt das alles? Zu durchleuchten, wer da überhaupt alles seinen Senf im Kopf dazu gibt. Und dann aktiv daran arbeiten, sie in positive, neue Gedanken umzuprogrammieren.

Dir zu vergeben, das alles okay ist und war, wie es bisher geschehen ist, weil du es nicht besser wusstest und dementsprechend nicht anders handeln konntest. Dir die Liebe zu schenken, die du verdienst und dich jeden Tag wie eine Königin, oder einen König zu behandeln, denn nix anderes hast du verdient, als immer nur das Beste im Leben.

Wie gehst du mit Krisen um? Hast du da schon Lösungswege für dich gefunden?

Schreib es in die Kommentare oder schreib mir auch auf Instagram.

Send just love and good vibes.

Sei einfach mutig.

Deine Steffi

08.07.20

Foto: Henry & Co.

Schreibe einen Kommentar