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Was ist dein Beitrag für eine bessere Gesellschaft?

Als ich letztens einen Live Auftritt von Felix Lobrecht sah, blickte ich auf die Bewertungen unter dem Video. Hunderttausende Daumen gingen nach oben aber auch tausende nach unten. Unter die ganzen Kommentare, mischten sich natürlich auch Hater. Tendenziell lese ich nicht oft Kommentare, frage mich aber bei negativen, was das eigentlich soll? Damit trägt ja nun keiner was zur Gesellschaft bei. Niemanden ist damit geholfen. Es ist einfach nur ein Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit und Liebe, aus der eigenen Frustration heraus.

Wenn jemand Millionen von Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert und sie ihren Alltag für einen kurzen Moment vergessen lässt. Aufatmen lässt, vom Mutter sein, Chef sein, alles unter Kontrolle haben zu müssen und sie die Verantwortung für diesen Augenblick komplett abgeben dürfen, dann verstehe ich nicht, was daran falsch sein soll. Jemand der mit so viel Hingabe arbeitet, der trägt mehr positives bei, als eine dumme Meinung unter einem Video. 

Und wie Felix auch schon erwähnte, sich extra ein Googlekonto anzulegen und einen YouTube Kanal zu eröffnen, um einen Hate Kommentar zu schreiben, da steckt schon Willenskraft dahinter. Nur das diese Menschen ihre Energie auch für sich und für andere besser nutzen könnten, anstatt gegen sich und gegen andere. Das macht doch nun wirklich null Sinn. 

Menschen, wie Felix, die andere auf eine Art und Weise berühren, solchen schauen wir doch gerne zu. Die für ihre eine Sache brennen. Es ist faszinierend und ansteckend. Außerdem inspirieren uns diese Menschen dazu an uns zu glauben. Es ist möglich Spaß zu haben und damit auch noch Geld zu verdienen. Tschuldigung Felix, scheiße viel Geld zu verdienen. Auch wenn es in erster Linie nicht darum geht.

Wenn du etwas findest, was du gut kannst und dir Spaß macht, dann arbeite daran, besser zu werden. Wenn du die richtigen Vibes aussendest, dann geht es gar nicht anders, als dass Menschen dir dafür Geld geben wollen, um mehr von dir zu sehen. Du tust ihnen einfach gut und Lebenszeit ist nunmal das kostbarste was wir haben. Niemand würde einem Menschen Geld geben wollen, der nur Hass in sich trägt und dich runter zieht, mit seiner negativen Stimmung. 

Eine weitere Geschichte durfte ich in meinem letzten Job als Stagehand erleben. Ich liebte diesen Job, immer unterwegs zu sein, jeden Tag woanders zu arbeiten, mit einem coolen Team und jedes mal auf neue Menschen zu treffen. Ab und zu waren so richtige Sahnejobs dabei. Besonders dann, wenn mein Chef mich anrief und fragte, ob ich einen Fahrerjob übernehmen könnte. Das war für mich das Größte, weil ich wusste, es wird auf jeden Fall Spaß machen. 

Ich durfte die Crew von Johannes Oerding von Hamburg, zu einer Konzert Location in den Thüringer Wald fahren. Dabei war ich schon ziemlich aufgeregt, weil ich einen guten Job machen wollte. Kaum fuhren wir los, klang schon die ersten Hits aus der Playlist, der vorherigen Fahrten. Unter anderem Peter Maffay „Roadie“ , was für ein geiler Song, hatte ich vorher noch nie gehört. Macht richtig gute Laune. Das Wetter war Bombe, die Stimmung war mega gut und besser hätte es nicht sein können. Still genoss ich die Fahrt, während sich die anderen köstlich über vergangene Geschichten amüsierten.

Ein bisschen sehr dolle, kamen wir zu spät an, weil es einen längeren Stau gab. Obwohl es jetzt nur noch ein kleines Zeitfenster gab, bis zum Soundcheck, war die Laune bei allen super entspannt. Kurz darauf kam auch schon Lena mit der Band an. Alle waren sehr höflich und stellten sich mir vor. Ich war ein bisschen aufgeregt, weil es glaube meine erste Berührung mit echten Stars war. 

Aber wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich keinen blassen schimmer, wer das eigentlich war. Johannes Oerding? Keine Ahnung, kenne ich nicht, noch nie gehört. Ist das vielleicht der von Revolverheld, der jetzt Solo unterwegs ist? Ups. Nee, das ist er nicht. Habe ich dann Wochen später heraus gefunden. Sorry, Johannes, wenn du das jemals lesen solltest, ich wusste es zu diesem Zeitpunkt einfach wirklich nicht besser. 

Als Abends das Konzert begann, war ich neugierig, was er für Musik macht und ging in die Richtung des Hintereingangs der Bühne. Unten an der Treppe zum Aufgang blieb ich stehen, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte, was ich hier darf oder nicht, was angemessen ist oder nicht. Ich hatte einfach gar keinen Plan. Beobachten und Schnauze halten gehören safe zu meinen Paradedisziplinen.

Rente, der Backliner von Robin, des Bassisten winkte mich zu sich hoch. Er zeigte mir ein Case, auf das ich mich setzen konnte, gab mir In-Ears und sagte: „Du gehörst doch zum Team, genieß die Show.“ In diesem Moment, habe ich mich wie eine Königin gefühlt, ohne Scheiß und kam gar nicht mehr klar, wie nett die ganzen Menschen um mich rum waren.

Ich setzte mich und war gespannt. Naja, ehrlich gesagt, war ich sehr aufgeregt und freute mich wie ein dreizehnjähriger Teenager, der zum ersten mal sein Idol live sieht. Obwohl ich gar keine Ahnung hatte was mich erwartet. Die Stimmung war jedenfalls mega. Kurzzeitig musste ich an meine Fangirl Zeit denken, als ich damals von NSYNC über Backstreet Boys bis hin zu Aaron Carter alle Konzerte mitnahm.

Was soll ich sagen, ich war Fan der ersten Sekunde von seinem Auftritt. Es war einfach unbeschreiblich diesen Menschen über die Bühne flitzen zu sehen. Wie ein kleines Kind, dass einfach nur Spaß haben will. Einfach nur diese eine Sache gerade lebt und liebt, die er tut. Johannes erinnerte mich an meinen kleinen Neffen, wenn er gerade spielt und zu 100% im Moment lebt. Voller Energie und Begeisterung. Ein Feuer, dass niemand löschen kann. Eine Lawine, welche niemand aufhalten kann und niemals im Missbrauch seiner Macht steht, sondern nur aus Liebe handelt. Aus Leidenschaft zur Musik, mit denen er und seine Bandkollegen den Menschen den schönsten Moment, vielleicht sogar ihres Lebens, an denen sie sich erinnern können, in dieser Sekunde bescherte.

In der Mitte des Konzerts bedankte er sich bei seinem Publikum mit den Worten: „ Danke, dass ihr hier seid und mir zuhört.“ Das macht er übrigens immer, bei jedem Konzert bedankt er sich einfach bei allen. Sowas triggert mich wiederum emotional, wie dankbar dieser Mensch einfach ist dort spielen zu dürfen. 

Auf ein paar Konzerte mehr durfte ich weitere male die Crew fahren und freute mich über jedes Erlebnis. Egal ob beim Soundcheck vor 10 Leuten oder Abends beim Konzert vor tausenden, er gibt immer alles was er hat. Jemand muss ihm schon den Strom abschalten oder von der Bühne runter zerren, sonst hört er nicht auf zu spielen. Mit einer Hingabe, als würde er sich in den Dienst einer höheren Macht stellen und einfach nicht anders handeln können, als er es tut.

Das Leben könnte von vielen Menschen, so viel einfacher sein und würde das Leben anderer Menschen, um sie herum mit Freude erfüllen, wenn sie einfach nur das tun, was sie Lieben. Das Kind in sich wieder entdecken und spielen.

Eigentlich wollen wir doch alle nur ne coole Zeit hier haben und jeder kann etwas dazu beitragen. Wenn du deinem Herzen folgst, dann kannst du einfach nichts falsch machen. Freude ist ansteckend und das trägt auf jeden Fall mehr zu einer besseren Gesellschaft bei, als sinnlose Kommentare.

Was lässt dein Herz höher schlagen und womit kannst du dich und andere Menschen begeistern?

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Deine Steffi

14.05.20

Foto: Pexels

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