glücklich

Dinge, die mich glücklich machen

Es gibt viele Dinge, die mich glücklich machen. Was in erster Linie Kleinigkeiten des Alltags sind.

Hier habe ich einen einfachen Einblick dafür, wie ich durch die Augen der Freude sehe.

Heute morgen war ich einkaufen. Mit Maske, was erstmal ein merkwürdiges Gefühl war. Ein bisschen lustig fand ich es trotzdem. Ich habe nach Lebensmitteln geschaut, die mir gut tun. Die ich gerne mag und die mir einfach ein schönes Gefühl bescheren. Brokkoli, Zucchini, Erdbeeren und Traubenkernöl waren mit dabei. Schokolade habe ich erstmal im Laden gelassen. Macht mich zwar auch glücklich, aber nur kurzzeitig und da kann ich mich im Moment noch nicht stoppen. Also ein kleines Stückchen essen und dann wieder zurück in die Schublade, läuft noch nicht so ganz bei mir. – Wäre mal eine Challenge wert, um meine Willensstärke zu trainieren.

Wieder zu Hause angekommen, wollte ich eigentlich gleich einen Artikel schreiben, doch die kleine Unordnung in der Wohnung, hat mich nicht ruhen lassen. Ich dachte auch in diesem Moment: „Was macht mich jetzt glücklich?“ Wobei ich gerade dabei war, ein paar Kissen wieder auf dem Sofa zu platzieren. – Aufräumen würde mich auf jeden Fall glücklich machen. – Okay, dann aber so richtig, mit Musik und Tanz. Box an und los gehts. Ich habe die komplette Wohnung aufgeräumt und alles was ich schon seit einigen Tagen aufgeschoben habe. Die Wanne geschrubbt, meine Menstruationstasse ausgekocht, meinen Spiegel im Wohnzimmer gesäubert, meine Wäsche aufgehängt und die nächste angestellt. Nebenbei ertönte eine wilde Mischung aus: Clueso, Fynn Kliemann, Marteria, Casper, Kontra K, Pussy Cat Dolls usw. – Was für ein schönes Gefühl ich dadurch hatte. Diese Kleinigkeiten eben. Wieviel Spaß ich bei etwas haben kann, wenn ich sie für mich bestmöglich gestalte. 

Anschliessend dachte ich an ein paar Personen, denen ich auf Instagram folge und stellte mir die Frage: „ Gibt mir diese Person ein gutes Gefühl?“ – Wenn nicht, dann tschüss. Es sind Leute, die ich sehr bewundert habe, aber die nicht mehr zu mir und meinem Weg passen. Durch die ich mir eher minderwertig vor kam, weil ich das Gefühl hatte, nie gut genug zu sein. Ständig tappe ich in die Vergleichsfalle und komme dann von meinem eigenen Weg ab. Stattdessen folge ich lieber Menschen, die mich positiv bestärken. Leute, die mir Mut zusprechen und mir das Gefühl geben, ich bin schon großartig und kann nur noch großartiger werden.

Ich mag kochen. – Nagut, eher essen. Kochen, nicht so sehr, meistens habe ich keine Lust drauf. Ich tue es auch manchmal nur mit dem Gedanken: „Ich muss ja irgendwie überleben.“ Also mache ich kochen einfach zum Erlebnis. Laut Musik an und ich bereite nicht mehr mein Essen zu, sondern lege eine 1 A Performance in der Küche hin. Mit ausgefallenen Choreographien, Gemüse schnibbeln, die Pfanne aus dem Schrank, auf den Herd gleiten lassen, jeder Vorgang wird einzeln zelebriert und gefeiert. – Das tue ich aber nur, wenn ich alleine bin. Hat noch nie jemand gesehen. Weiß niemand. Ausser du jetzt.

Also ich muss schon sagen mit Musik und Tanz, lassen sich so manche Situationen in ein anderes Licht rücken. Und meine Einstellung dazu ändert sich. Manchmal noch nicht am Anfang, aber wenn ich erstmal dabei bin, finde ich es echt Klasse und habe Freude daran.

Mich macht glücklich, wenn ich es schaffe, morgens meinen Verstand auszutricksen. Wenn er faul ist und mir sagt:  „Puh, nö, kein Bock auf Sport, lass mal lieber chillen.“ – Ähm nein! Einfach Klamotten anziehen und los legen. Hab ich einfach gesagt? Naja, nicht immer einfach, aber einfach machen. Morgens schon den Sport durchgezogen zu haben. – Oh yea und ich fühle mich nicht mehr wie aus der Zombie-Apokalypse, sondern wie eine Göttin, die durch den Tag gleitet!

Glücklich bin ich, wenn ich mir Auszeiten nehme. Beim Meditieren und dort wieder ein Stück weit mehr bei mir ankomme, mich sammel. Bei einem Spaziergang im Wald. Dabei den Vögeln und dem Wind, der durch die Blätter rauscht zu lauschen. Auch den erdigen Boden zu spüren, der nachgibt, wenn ich darauf laufe. Wenn ich einfach mal in Ruhe ein paar Seiten eines Buches lese oder auch den Podcast von Lars Amend höre. Bei dem kein Auge trocken bleibt, weil mich seine Geschichten so sehr berühren. Das sind für mich kleine Momente des Glücks, die ich bewusst wahr nehme. Die mich fühlen und das Leben wirklich spüren lassen.

Mich macht glücklich, wenn mein kleiner fünfjähriger Neffe mir eine Blume schenkt. Auch wenn es eine halbverwelkte Pusteblume ist. Er hat darin etwas wundervolles, etwas besonderes gesehen. Durch seine Geste, ist sie für mich die allerschönste Blume, in diesem Moment. Wenn meine dreijährige Nichte nicht mehr laufen mag und ich sie tragen darf, bin ich der glücklichste Mensch der Welt. Diesem kleinen Wesen meine Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken. Gleichzeitig so viel Liebe zurück zu bekommen, in Form von Küsschen, umarmen und anschmiegen. – Ohne Druck ohne Erwartungen. Es passiert einfach.

Glücklich macht mich auch ab und zu mal eine Serie oder einen Film zu schauen. Einfach mal abschalten und beschallen lassen. – Voll okay. Es gibt Serien, wobei ich merke, ob sie mir gerade gut tun oder eher ein negatives Gefühl in mir auslösen. Auch da, darf ich mir weiter zuhören, ob und was angenehm ist.

Letztens hat meine eine Monstera Pflanze ein neues Blatt bekommen. Das ist echt abgefahren, weil ich mich ganz oft frage: „Wo kommt das denn jetzt auf einmal her?“ Erst sehe ich fast gar nichts. Nur, dass da ein wenig was wächst und schwups ist es da und hat sich bereits geöffnet. Ich heiße es willkommen, auf dieser Welt – „Hallo, du wunderbares Geschöpf.“

Ich wollte mal anfangen mir Namen zu überlegen, für Dinge, die ich gerne mag. Meine Pflanzen, mein Pizzaschneider oder auch meine Menstruationstasse. Da kann ich ja spontan schauen, was mir so in den Sinn kommt.

Viele kleine Erlebnisse im Alltag, mache ich zu meinem persönlichen Glücksmoment.

Es geht eher darum, wie du etwas tust und mit welcher Einstellung dazu. Wie du die Welt für dich erlebst und siehst. In jedem noch so kleinen Augenblick steckt eine riesige Welt des Glücks.

Das kann jeder von uns. Jeder kann es lernen, in dem einen Moment etwas schönes zu finden und in sich rein zu horchen, ob es sich gerade gut anfühlt und dich erfüllt.

Glücklich macht mich übrigens auch, wenn ich einfach schreibe. Ein tolles Gefühl, ein leeres, weißes, ob virtuell oder nicht, Blatt Papier, ein Stück weit Leben einzuhauchen. Zu wissen, dass ich mir diesen Moment der Freude gerade selber erschaffen habe.

Erzähle in den Kommentaren von deinem persönlichen Glück.

Was macht dich glücklich?

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Sei einfach mutig.

Deine Steffi

28.04.20

Foto: Pixabay

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